John Kirby
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John Kirby (John Joseph Kirby Jr.) war ein US-amerikanischer Anwalt, der eine legendäre Rolle in der Geschichte von Nintendo spielte. Nach ihm wurde die weltbekannte Videospielfigur Kirby benannt.
Der Donkey-Kong-Rechtsstreit
Im Jahr 1982 wurde Nintendo von den Universal Studios verklagt. Universal behauptete, das erfolgreiche Automatenspiel Donkey Kong verletze die Urheberrechte an ihrem Filmklassiker King Kong.
John Kirby vertrat Nintendo in diesem wegweisenden Prozess und gewann. Er bewies unter anderem, dass Universal zuvor selbst vor Gericht argumentiert hatte, die Figur King Kong sei gemeinfrei (Public Domain). Damit rettete er Nintendo vor dem finanziellen Ruin und sicherte den Verbleib von Donkey Kong auf dem US-Markt.
Belohnung und Namensgebung
- Das Segelboot: Als Dankeschön schenkte Nintendo ihm ein exklusives Segelboot im Wert von 30.000 US-Dollar mit dem Namen „Donkey Kong“. Zudem erhielt er das lebenslange Recht, den Namen Donkey Kong für Boote zu nutzen.
- Die Videospielfigur: Als Game-Designer Masahiro Sakurai kurz darauf ein neues Spiel entwickelte, hieß der rosa Hauptcharakter in der Entwicklungsphase noch Popopo. Um den Retter der Firma dauerhaft zu ehren, entschied sich Nintendo, die Figur in Kirby umzubenennen.
Bürgerrechtsarbeit & Leben
Vor seiner Zeit als Wirtschaftsanwalt war Kirby in den 1960er Jahren als Regierungsmitarbeiter im US-Justizministerium aktiv. Er setzte sich stark für die Bürgerrechtsbewegung ein, deckte Wahlrechtsverletzungen gegen Afroamerikaner im Süden der USA auf und eskortierte persönlich schwarze Kinder in damals noch segregierte Schulen.
John Kirby verstarb im Oktober 2019 im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.